Endlich gestrichen
16. Juni 2008 von AlexIhr könnt euch gar nicht vorstellen mit was für einer Genugtuung ich gestern zwei Menschen aus meinem gedanklichen Gebetskreis gelöscht habe. Es gibt so einige Menschen, die mir am Herzen liegen und für die meine Frau und ich immer wieder beten. Der Gedanke, dass diese Menschen verloren gehen könnten und das nur, weil sie sich nicht für den Herrn entschieden haben, ist sehr erschreckend. Deswegen betet man immer wieder für diese Personen und hofft, dass sie endlich mal die Kurve kriegen und “ja” zu Jesus sagen. Gestern durfte ich Zeuge sein, wie zwei von Ihnen sich für die Errettung entschieden haben.
Ich hatte gehofft, dass sie sich einen Ruck geben und zum Sonntagsgottesdienst kommen. Immer wieder schaute ich zur Tür und war schon etwas enttäuscht als ich feststellte wie spät es schon war. Doch dann ziemlich zum Schluss traten die Zwei doch noch in den Saal. Der Gottesdienst schien mir, als wäre er nur für die beiden gemacht. Die letzte Viertelstunde war ich nur noch damit beschäftigt zu beten und für die Zwei zu bitten. Ich versuchte, nicht hinzusehen um nicht den Eindruck zu erwecken, dass ich sie zu etwas dränge. Es ist schwierig die Balance zu halten, zwischen auf die Nerven gehen und trotzdem immer wieder daran erinnern, dass sie Jesus nötig haben. Ich wollte also nicht aufdringlich sein und schaute deswegen nicht hin. Nachdem der Gottesdienst vorbei war, die Menge sich ein wenig auflöste, sah ich zu den Beiden rüber. Ich sah sie dort sitzen und mir war klar, dass ich nun hingehen sollte. Ich war noch nicht richtig angekommen, da sagten sie mir schon, dass sie sich bekehren wollen. Da ich selber noch etwas jung und unerfahren bin, zudem sich auch noch Personen im Raum befanden, die schon öfter Menschen geholfen haben den Schritt zu tun, schob ich die Aufgabe an einen unserer Gemeindeleiter weiter. Wir hingegen warteten, bis sie endlich wiederkommen und endgültig bestätigen würden nun Kinder Gottes zu sein. Die Zeit schien wirklich ewig, bis sie langsam runter kamen und den wartenden Freunden in die Arme fielen. Es ist schwierig die Bilder zu beschreiben, die man sieht, wenn Menschen sich weinend in die Arme fallen, weil sie Vergebung erlebt haben. Von einem Augeblick auf den anderen waren zwei Menschen da, die den Opfertod Jesu für sich in Anspruch genommen haben und augenblicklich gerettet waren. Als die Zwei nach Hause fuhren, stand ich etwas abseits. Ich sah, wie die Frau sich mit ihrem Arm bei ihrem Mann einhakte, wie sie zu ihm hochsah und sich die Freude in ihrem Gesicht spiegelte.
Das sind Dinge, die ich hoffentlich noch oft erleben darf.